Der Küchentisch war als Übergangslösung gedacht, inzwischen sitzt du dort jeden Tag. Der Laptop steht flach auf der Platte, die Deckenlampe leuchtet kaltweiß, und gegen halb vier fängt das Ziehen hinter den Augen an. Eine Blaulichtfilter Brille im Büro ist dabei ein Baustein. Der andere liegt in der Einrichtung deines Arbeitsplatzes.
In diesem Artikel gehst du dein Homeoffice Stück für Stück durch: wo der Schreibtisch am besten steht, wie du Tageslicht und Lampen kombinierst, welche Monitoreinstellungen deinen Augen die Arbeit leichter machen und was eine Brille mit Blaulichtfilter dazu beiträgt. Am Ende steht eine Kurzanleitung.
- Der Schreibtisch steht am angenehmsten seitlich zum Fenster, weil so weder Blendung noch Spiegelungen entstehen.
- Drei Lichtebenen genügen: Grundlicht, eine Leuchte am Arbeitsplatz und indirektes Licht hinter dem Bildschirm.
- Eine Brille mit Blaulichtfilter wirkt auf alle Lichtquellen gleichzeitig, also auf Monitor, Deckenlampe und Fenster.
Inhaltsverzeichnis
Der Sitzplatz: wo der Schreibtisch am besten steht
Bevor du über Lampen oder Einstellungen nachdenkst, lohnt sich ein Blick auf das Fenster. Seine Position zu deinem Schreibtisch entscheidet, wie stark deine Augen den ganzen Tag gegenarbeiten müssen. Die meisten Beschwerden am Bildschirm entstehen nicht durch zu wenig Licht, sondern durch Licht aus der falschen Richtung.

Zwei Effekte machen Probleme. Blickst du direkt in eine helle Fläche, stellt sich dein Auge darauf ein und der Monitor davor wirkt flau. Liegt die helle Fläche hinter dir, spiegelt sie sich im Display und du liest durch ein zweites Bild hindurch. Beides kostet Konzentration, ohne dass du es merkst.
Die angenehmste Variante. Viel Tageslicht, kein Blick in die helle Fläche, keine Spiegelung.
Schön für den Kopf, anstrengend für die Augen. Ein leichter Vorhang streut das Licht.
Sorgt für Spiegelungen im Display. Dreh den Tisch um 90 Grad oder kipp den Monitor nach vorne.
Gibt der Raum nur eine Möglichkeit her, ist das kein Problem. Schon eine Vierteldrehung des Tisches verändert die Lichtsituation deutlich. Achte zusätzlich darauf, dass hinter dem Bildschirm etwas Tiefe bleibt: Ein freier Blick in den Raum entspannt die Augen, weil sie zwischendurch auf Entfernung scharf stellen können.
Licht im Homeoffice: drei Ebenen statt einer Deckenlampe
In den meisten Wohnungen hängt genau eine Lampe an der Decke, und die soll alles erledigen. Für Arbeit am Bildschirm ist das die unpraktischste Lösung, weil sie von oben strahlt und eine harte Grenze zwischen heller Decke und dunkler Tischplatte erzeugt. Angenehmer wird es, wenn sich das Licht auf drei Ebenen verteilt.
Die erste Ebene ist das Grundlicht im Raum. Die zweite ist eine Leuchte direkt am Arbeitsplatz, die von der Seite auf Unterlagen und Tastatur fällt, am besten von deiner Schreibhand weg, damit der Arm keinen Schatten wirft. Die dritte ist eine kleine indirekte Lichtquelle hinter dem Bildschirm. Sie macht den größten Unterschied, weil sie den Sprung zwischen leuchtendem Display und dunkler Wand verkleinert. Genau dieser Kontrast ermüdet die Augen.
Bei der Lichtfarbe darfst du dich am Tagesverlauf orientieren. Für den Vormittag ist neutralweißes Licht angenehm, weil es wach und klar wirkt. Je später der Nachmittag, desto wärmer darf es werden. Licht ist einer der wichtigsten Taktgeber für die innere Uhr, und kaltweiße Beleuchtung am Abend kann dem Körper signalisieren, dass der Tag noch lange nicht vorbei ist.*
Monitor einstellen: Höhe, Abstand und Helligkeit
Ein Laptop flach auf der Tischplatte zwingt dich in eine Haltung, die nach zwei Stunden im Nacken ankommt und die Augen belastet.
Höhe und Abstand
Die Oberkante des Bildschirms sollte etwa auf Augenhöhe liegen oder knapp darunter, sodass dein Blick leicht nach unten geht. Beim Laptop reichen dafür ein Ständer und eine externe Tastatur. Der Abstand zum Display entspricht ungefähr einer Armlänge. Liest du die Schrift dann nicht mehr entspannt, ist nicht der Abstand falsch, sondern die Schrift zu klein: Stell die Skalierung größer, statt näher heranzurücken.
Helligkeit und Kontrast
Die Bildschirmhelligkeit sollte zur Helligkeit des Raums passen. Eine einfache Probe: Halte ein weißes Blatt Papier neben das Display. Wirkt das Papier dunkler als der weiße Hintergrund auf dem Schirm, ist der Monitor zu hell, wirkt es heller, ist er zu dunkel. Eine matte Oberfläche passt außerdem besser ins Homeoffice als ein glänzendes Panel.
Zwei Bildschirme sinnvoll aufstellen
Ein zweiter Monitor spart Fensterwechsel, sollte aber auf derselben Höhe stehen und leicht zu dir eingedreht sein. Wichtiger als die Anzahl ist, dass beide Displays ähnlich hell eingestellt sind. Sonst passen sich die Augen bei jedem Blickwechsel neu an.
Blaulichtfilter Brille im Büro: was sie zum Arbeitstag beiträgt
Wenn Sitzplatz, Licht und Monitor stimmen, ist die Grundlage gelegt. Was bleibt, ist die Menge an Licht, die über den Tag auf deine Augen trifft. Genau hier setzt eine Brille mit Blaulichtfilter an: Die Gläser filtern einen Teil des kurzwelligen Lichts, bevor es dein Auge erreicht, und zwar bei allen Lichtquellen gleichzeitig, also auch bei Deckenlampe und Fenster.
Für die Arbeit am Tag sind klare Gläser die naheliegende Wahl, weil sie die Farben kaum verändern. Das zählt, wenn du mit Bildern, Tabellenfarben oder Layouts arbeitest. Wer viel in Videocalls sitzt, empfindet die weicheren Reflexe als angenehm.

Anders sieht es aus, wenn der Arbeitstag in den Abend rutscht. Dann trifft helles, blauhaltiges Licht auf einen Körper, der eigentlich schon herunterfahren möchte, und das kann das Einschlafen später erschweren.* Für diese Stunden greifen viele zu stärker getönten Gläsern. Wie du den Wechsel gestaltest, steht im Artikel über die Blaulichtfilter-Brille am Abend. Bei mela gibt es klare Gläser für den Arbeitstag und wärmer getönte für danach.
In sechs Schritten eingerichtet
Arbeite die Liste einmal durch, neu kaufen musst du dafür nichts.
- Tisch zum Fenster ausrichtenSetz dich so hin, dass das Fenster seitlich von dir liegt. Prüfe danach im ausgeschalteten Monitor, ob sich eine helle Fläche darin spiegelt. Ein schwarzes Display ist der beste Spiegeltest.
- Bildschirm auf Augenhöhe bringenOberkante etwa auf Augenhöhe, Abstand eine Armlänge. Beim Laptop Ständer und externe Tastatur dazu.
- Helligkeit mit dem Papiertest prüfenWeißes Blatt neben das Display halten und die Helligkeit anpassen, bis beide Weißtöne ähnlich wirken.
- Eine zweite Lichtquelle aufstellenEine kleine Leuchte neben oder hinter den Bildschirm, gerichtet gegen die Wand. Der weiche Lichtsaum nimmt dem Display die harte Kante.
- Kalte Deckenbeleuchtung ab dem Nachmittag zurückfahrenGrundlicht dimmen und auf die wärmere Lampe umschalten. So wandert die Lichtfarbe mit dem Tag.
- Die Brille an einen festen Platz legenNeben die Tastatur oder in die Laptoptasche. Was du siehst, benutzt du. Was in der Schublade liegt, vergisst du.
Dazu kommt eine Gewohnheit, die nichts kostet: Schau mehrmals pro Stunde für einige Sekunden aus dem Fenster. Deine Augen verlassen die feste Nahdistanz, und ganz nebenbei blinzelst du wieder öfter.
Häufige Fragen
Wie richte ich meinen Schreibtisch im Homeoffice zum Fenster aus?
Am angenehmsten sitzt du seitlich zum Fenster. Dann bekommst du viel Tageslicht ab, blickst aber nicht in die helle Fläche, und es spiegelt sich nichts im Display.
Welche Lichtfarbe passt zum Arbeiten am Bildschirm?
Tagsüber ist neutralweißes Licht angenehm, weil es wach und klar wirkt. Ab dem späten Nachmittag darf es wärmer werden. Zwei Lampen mit unterschiedlicher Lichtfarbe reichen dafür aus.
Brauche ich im Büro klare oder getönte Gläser?
Für die Arbeit am Tag sind klare Gläser die praktischere Wahl, weil sie die Farben kaum verändern. Getönte Gläser sind eher für die Abendstunden gedacht. Mehr dazu steht in unseren häufigen Fragen.
Sind zwei Monitore anstrengender für die Augen?
Nicht grundsätzlich. Anstrengend wird es, wenn beide Bildschirme unterschiedlich hell eingestellt sind oder einer stark verdreht steht. Gleiche Höhe und ähnliche Helligkeit nehmen den meisten Aufwand heraus.
Fazit
Ein gutes Homeoffice ist keine Frage der Ausstattung, sondern der Reihenfolge: zuerst der Sitzplatz zum Fenster, dann das Licht, danach Höhe, Abstand und Helligkeit des Bildschirms. Eine Blaulichtfilter Brille im Büro fügt sich als letzter Baustein ein und nimmt dem Licht etwas von seiner Härte. Nimm dir die beiden schnellsten Schritte heraus und schau nach einer Woche, wie sich dein Nachmittag anfühlt.
* Die Angaben in diesem Artikel dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn du länger schlecht schläfst oder Beschwerden mit den Augen hast, sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Die Bilder in diesem Artikel wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt.



